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Geschichte der Katholischen Kirchengemeinde Hüttenfeld

"Vom Wirtshaussaal zur Pfarrkirche und den Gemeinderäumen"

 

Zur Zeit der Gründung des Ortes-im Jahre 1813 wurde ihm offiziell der Name „Hüttenfeld“ gegeben-lebten hier 27 katholische Bürger.

 

Im Jahre 1868 bemühten sich die ca. 90 bis 100 Katholiken erstmals, jedoch erfolglos, um ein eigenes Gotteshaus.

 

1920 konnte die Gaststätte „Zur Wildbahn“ erworben werden. Der Saal wurde zu einer Behelfskapelle umgebaut und am 29. Juli 1923 benediziert.    Alte Kirche

In den Jahren 1968/69 konnte durch eine Spendenaktion drei Kirchenglocken für die Gemeinde finanziert werden, welche am 01. März 1970 durch Domkapitular Richard Fahney geweiht wurden. Als Glockenstuhl diente der, in Bürstadt St. Peter nicht mehr benötigte, aus Holzbalken montierte Turm. 

 

Der, am 17.10.1971 gewählte 2. Pfarrgemeinderat, trug seine Vorstellung zur „Kirchengemeinde“ im Bischöflichen Ordinariat vor und schon am 01. August 1972 wurde das Pfarr-Rektorat Hüttenfeld zur Kirchenstiftung erhoben. 

 

Am 22. März 1974 wurde ein Kirchbauverein mit 34 Gründungsmitgliedern gegründet und noch im gleichen Jahr die ersten Planungsentwürfe für ein Pfarrzentrum, bestehend aus Kirche und der für das Gemeindeleben notwendigen Räumlichkeiten, erstellt. 

 

1978 wurden an der Fachhochschule in Frankfurt, unter der Leitung von Architekt Prof. Ulrich Beck, fünf Modelle für ein Pfarrzentrum erstellt. 

 

In der Pfarrgemeinderat/Verwaltungsrat-Sitzung vom 14. März 1979 formulierten die Räte mit Pfarrer Klaus Kollmann: „Es soll eine Herz-Jesu-Kirche, eine freundliche, heitere, einladende und bergende Kirche gebaut werden“. Material: Ziegelbau mit Holz.

 

Aus den Entwürfen der Fachhochschule Frankfurt wurde ein Modell nebst Pläne im Maßstab 1 : 10 durch den Architekt Prof. Beck erstellt und am 25. Januar 1981 der Gemeinde und am 08. April 1981 im Bischöflichen Ordinariat Mainz, dem Baudezernenten Dr. Ing. Paul Schotes vorgestellt. 

 

 

Im Sommer 1979 erfolgte der Abbruch der alten Wohngebäude auf dem Kirchengrundstück in der Lampertheimer Straße in Hüttenfeld.

 

In zähem Ringen um Kosten und Nutzung mußten in den Folgemonaten noch einige Abstriche am Raumprogramm des Ersten Bauabschnittes, der Gemeinderäume, gemacht werden.

 

Am 23. März 1982 lag die Baugenehmigung vor und schon am 21. Mai 1982 nahm im Anschluß an die Firmung Bischof Hermann Kardinal Volk den Spatenstich zum Bau des Pater-Delp-Zentrums (PDZ) vor.   Spatenstich

Bedingt durch die Jahreszeit erfolgte das Richtfest am 12. November 1982 in einem bescheidenen Rahmen. Ein großer Tag in der Geschichte der Herz-Jesu-Gemeinde war die Einweihung des PDZ durch Ordinariatsrat Ernst Kalb am 15. Oktober 1983.  

 

Mit den, für das Gemeindeleben erforderlichen funktionsfähigen Räumlichkeiten, welche aufgrund der ausstrahlenden Wärme und Geborgenheit auch gerne für private Familienfeiern angemietet werden, arbeiteten nun die Räte auf den Zweiten Bauabschnitt, den Bau der Kirche-das Haus Gottes-hin.

 

 

Mehr als sieben Jahre wurde jede sich bietende Gelegenheit genutzt, um auf das Problem "Kirchbau" im Bischöflichen Ordinariat (BO), hinzuweisen.

 

In diesen Jahren wurden viele neue Kirchen in den Bistümern Mainz und Freiburg besichtigt. Schließlich wurden nach 1945 mehr Kirchen gebaut als in 400 Jahren zuvor. In der Regel mußten die Räte immer wieder feststellen: "So wollen wir nicht bauen". Die 60er Jahre waren eben die Zeit der Beton-Bauweise, mit den nicht erst seit heute bekannten Problemen.

 

Mit dem Architekten wurde nun formuliert: "Wir wollen eine Kirche bauen aus Stahl, Glas, Holz, Granit und vor allem aus gebranntem Ton; bis zu einem Meter dicken, massiven Klinkermauern, verläßlich und stark, Mauern die zeitlose Verläßlichkeit und geborgenheit vermitteln".

 

Am 15. April 1991 setzte der Bauausschuß des BO das Projekt "Hüttenfelder Kirchbau" auf den Ersten Platz der Prioritätenliste. Am Sonntag, den 10. Mai 1992, fand der letzte Gottesdienst in der alten Kapelle statt und am Donnerstag, den 14. Mai 1992 begann der Abbruch der Kapelle.

 

 

Abriss

Einer der schönsten Festtage in der Gemeinde war dann die  Grundsteinlegung zur neuen Herz-Jesu-Kirche am 12. Juni 1992 mit Domkapitular Engelbert Prieß, integriert in den 20. Hüttenfelder Basar. (Bilder 6 und 7, Urkunde)

Zum Richtfest haben am 19. November 1993 um 13.00 Uhr erstals die Glocken vom neuen Kirchturm gerufen. 

 

Die Vorgaben der Räte, des Architekten und des Baudezernenten des BO aus Sicht der Liturgie und der Herz-Jesu-Lehre an den Künstler und Bildhauer, die Altarraum-Gestaltung sichtbar und anschaubar darzustellen, führte zu rd. 12 Monaten Verzögerung  in der Fertigstellung.

 

 

Diese Zeit wurde genutzt um bis zur Einweihung der Kirche die Kreuzigungsgruppe, hergestellt um 1750, zu restaurieren, die Kirchenorgel zu planen, entscheiden und beschaffen und nicht zuletzt am 03. Mai 1995 einen Ginkgo biloba (Fächerblattbaum) zu pflanzen. Gepflanzt wurde der Baum in einem Alter von 30 Jahren und einer Höhe von 4,70 Meter. Er kann bis zu 40 Meter in den Himmel ragen und ein Alter von ca. 250 Jahren erreichen.  

 

 

Am 19. August 1995 durfte die Gemeinde die feierliche Weihe des neuen Gotteshauses Herz-Jesu begehen. Der Bischof von Mainz, Dr. Karl Lehmann segnete die neue Orgel, fügte in den Altarsockel (Stibes) die Reliquien der Hl. Candidus und Hl. Amantia ein und nahm die Weihe der modernen aber nicht modischen Herz-Jesu-Kirche in Anwesenheit von ca. 300 Gemeindemitgliedern und Gästen vor.

 

 

 

Das Gotteshaus bietet Platz für etwa 120 Gläubige. Aufgrund der ausgezeichneten Akustik wird die Kirche gerne für Konzerte genutzt.

 

 

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